Martin Gerster bleibt SPD-Kreischef

Veröffentlicht am 02.07.2013 in Kreisverband
 

Ummendorf - Martin Gerster bleibt Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Biberach, aber der neunköpfige Vorstand ist mit fünf Neuen durchgemischt worden. Bei der Mitgliederversammlung in Ummendorf wurde Gerster mit 37 Jastimmen bei einer Neinstimme für weitere zwei Jahre als SPD-Kreischef bestätigt. Er bewertete dieses Ergebnis als „super Rückenwind“ für die nahende Bundestagswahl, hatte er doch vorher mit den Worten für sich geworben: „Ich denke, es hat sich bewährt, dass der Bundestagsabgeordnete Kreisvorsitzender ist.“


Gerster bewirbt sich im September erneut um ein Mandat in Berlin und gab für den Wahlkreis Biberach das Ziel aus, den zuletzt von 27,5 auf 19,7 Prozentpunkte verkürzten Rückstand zur CDU bei den Erststimmen „weiter zu verringern und vielleicht sogar eine Sensation in Oberschwaben zu schaffen“, sprich: das Direktmandat für die SPD zu erobern.Kommunalwahl im Blick
Gerster verwies zudem darauf, dass bei der Kommunalwahl 2014 einige SPD-Kreis- und Gemeinderäte nicht mehr anträten und neue Kandidaten gesucht werden müssten. Im Hinblick darauf tue Kontinuität an der Spitze der Kreispartei gut. Zumal in Ummendorf hinter dem Vorsitzenden und der wiedergewählten Stellvertreterin Dagmar Neubert-Wirtz ein gesunder Wechsel im Parteivorstand vollzogen wurde (siehe Kasten).
Die Arbeit im Kreisverband Biberach bewertete er als „insgesamt sehr gut“. Besonders hob er die vielen Veranstaltungen, etwa mit den Landesministern Nils Schmid und Katrin Altpeter oder der Paralympics-Teilnehmerin Verena Bentele, hervor. Bei der Versammlung ging Gerster „der Lieblingsbeschäftigung des Kreisvorsitzenden“ nach und überreichte einem Neumitglied ein rotes Parteibuch. Dem Kreisverband gehören knapp 400 Genossen an. 
Für den Bundestagswahlkampf bat Gerster die Mitglieder um Hilfe in jeglicher Form. „Sie ist nicht entschieden, wir haben eine Chance zu gewinnen“, sagte er. Wenn die Umfragen etwas anderes suggerierten und über angeblichen Zoff in der SPD-Fraktion berichtet werde, so handle es sich „um ein gesteuertes Ablenkungsmanöver“. In Wahrheit sei es doch die schwarz-gelbe Koalition, die „streitet wie die Kesselflicker“. Der Wahlkampf solle auf die Widersprüchlichkeit abheben, dass in Umfragen die Mehrheit Nein zur CDU-FDP-Koalition sage, aber Ja zu Kanzlerin Angela Merkel. „Das ist verwunderlich, denn sie ist doch die Chefin mit Richtlinienkompetenz.“ Gerster sagte: „Rot-Grün ist meine Wunschkombination.“ Lehrer sind keine Saisonkräfte
Kritisch wandten sich die Versammelten an die eigenen Leute in Stuttgart: Nach ihrer einstimmigen Entscheidung schließt sich der Kreisverband Biberach einem Juso-Antrag an, dass Lehrer „keine Saisonkräfte“ seien. Sie fordern, die Praxis zu beenden, dass viele befristet angestellte Lehrer während der Sommerferien entlassen würden. Gerster sagte, eine SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung solle in den nächsten Wochen auch auf Kreisebene starten.

So sieht der neue Vorstand aus

Der SPD-Kreisvorsitzende Martin Gerster, die Stellvertreterin Dagmar Neubert-Wirtz, der Kassier Karl Hagel und die Beisitzerin Mechthild Sahnwaldt wurden bestätigt. Neu gewählt wurden Simon Özkeles als stellvertretender Vorsitzender sowie als Beisitzer Elise Allgaier, Eugen Bauer, Célie Helène und Dierk Selonke. Gerster sagte, mit diesem auf zwei Jahre gewählten Team sei wieder ein altersmäßig und regional ausgewogener Mix gelungen.
Ausgeschieden sind als Vize Sascha Jungnitz und die Beisitzer Elke Märkle, Stefan Gretzinger, Lisa Stahn und Bekir Yigit. Sie hatten nicht mehr kandidiert.

Delegierte zum Landesparteitag: Martin Gerster, Simon Özkeles und Dagmar
Neubert-Wirtz.

Delegierter für die Landesvertreterversammlung zur Europawahl: Stefan
Gretzinger.

Kassenrevisoren: Werner Kübler und Klaus Reich.

Vorsitzender der Schiedskommission: Erwin Wiest.

Stellvertretende Vorsitzende der Schiedskommission: Christa Stoll und
Margret Maas.

Beisitzer der Schiedskommission: Antonia Denninger, Brigitte Schmidt,
Dietrich Schmidt und Andreas Kolesch.

Quelle: Schwäbische Zeitung 22.06.2013