Jusos Biberach stellen sich gegen Antisemitismus

Veröffentlicht am 06.03.2015 in Jusos in Aktion
 

Eine Delegation des Juso Kreisverbands Biberach besuchte jüngst das christlich-jüdische Museum in Laupheim anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 70 Jahren am 27. Januar. "Ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft", zitiert Elise Allgaier, Mitglied des Juso-Kreisvorstandes, den verstorbenen Bundespräsidenten Johannes Rau (SPD). Deshalb, so die Geschichtslehrerin weiter, sei es wichtig, dass die Gräueltaten des verbrecherischen nationalsozialistischen Regimes nicht einer Verdrängung anheim fallen. 

Das Museum erinnert aber nicht nur an das Ende jüdischen Lebens in Laupheim, sondern zeigt auch die Entwicklung seit dessen Beginn um das Jahr 1730 auf. Wichtig sei, so die einhellige Meinung der Biberacher Jusos, zu verdeutlichen, dass eine Aufspaltung in eine vermeintlich „deutsche“ und eine allein jüdische Geschichte in Deutschland keinen Sinn ergebe. So haben sich beispielsweise im Ersten Weltkrieg wohl überdurchschnittlich viele jüdische Mitbürger freiwillig zum Einsatz an die Front gemeldet, da auch sie im Krieg ihren Staat vermeintlich vor dem Angriff anderer Mächte verteidigen wollten. 

Im Hinblick auf den verübten Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge im vergangenen Sommer, aber auch auf die Ergebnisse der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „Fragile Mitte“ aus dem Jahr 2014, die beleuchtet, dass in Deutschland vor allem sekundär und israelbezogener Antisemitismus verbreitet ist, stellt Heiko Mangesius, Kreisvorsitzender der Biberacher Jusos, fest, dass Antisemitismus ein gegenwärtiges Problem ist. Weiter führt der 18-jährige Schüler aus: „In unserer Welt gibt es keinen Platz für gruppenbezogene Feindlichkeit. Jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und Homophobie stellen wir uns konsequent entgegen. Alle Jugendliche unseres Landkreises laden wir herzlich ein, bei uns mitzumachen und uns dabei zu unterstützen.“