Eine vorbildliche Mitbürgerin

Veröffentlicht am 31.08.2017 in Presse im Wahlkreis
 

Eine vorbildliche Mitbürgerin

Es gibt sie doch noch: die Vorbilder für andere. Zum Beispiel die einzelnen Menschen, die unerschrocken Zivilcourage zeigen, die mutig im Kleinen etwas tun – zum Wohle aller –, wenn andere zögern oder denken: Das geht mich doch nichts an.

Also: Unser Respekt gilt jener ungenannten Dame, die jüngst an einer Tankstelle einem Menschen mit beschränktem Verantwortungshorizont den Zündschlüssel seines laufenden Motors abzog. Eine ziemlich dreiste Tat war das, gewiss; aber bräuchte es in unserer Stadt nicht viel mehr solcher „dreister“ Mitbürger? Die also dem Zigarettenwegwerfer nachrufen: Sie haben etwas verloren! Die den Bürgersteigparker ermahnen: Mein Kinderwagen ist fast so breit wie Ihr SUV. Anlässlich der Stadtreinigungsdebatte haben wir gesagt: Der meiste Dreck in der Stadt entsteht durch Gedankenlosigkeit.

Wenn nun manche Menschen nicht denken wollen – dann braucht es mutige Mitbürger. Sie verdienen unseren Respekt. Und unsere Anerkennung. Und leider ernten sie nicht einmal Dank, sondern können sich möglicherweise auch noch in Gefahren bringen, weil mancher denkt: Das geht doch niemanden was an, wie ich mich benehme.

Liebe unbekannte Dame, die Bürgerurkunde hätten Sie wohl verdient. Sie müssen sich jedoch mit unserem Dank begnügen. Hoffentlich wirkt Ihr Vorbild! So dass es immer mehr mutige Menschen gibt, die andere daran erinnern, dass soziales Tun uns alle langfristig weiterbringt, kurzfristige Gedankenlosigkeit jedoch allen schadet.