Energischer für weniger Energie

Veröffentlicht am 08.11.2018 in Presse im Wahlkreis
 

Das Land Baden-Württemberg hat 2013 per Gesetz beschlossen, mit dem Klimaschutz Ernst zu machen, z. B. durch die Halbierung des Energieverbrauchs und die Reduzierung der CO2-Emissionen um 80% bis 2050.

Fast alle Städte beteiligen sich nun am „European Energy Award“ (EEA), um mit praktischen Maßnahmen diese Ziele zu erreichen. In diesem Sommer soll der Gemeinderat Beschlüsse fassen, um auch Biberach zu einer „klimaverträglichen“ Stadt zu machen. Die Notwendigkeit sollte unbestritten sein, denn unser lokales Wettergeschehen – Zunahme instabiler, wasserreicher Luftmassen in voralpinen Regionen – macht uns zu Opfern des Klimawandels.

Worauf es jetzt ankommt: Wir brauchen konkrete Taten und mutige Beschlüsse. Die sind möglich. 3 Beispiele: 1. Der ÖPNV ist zwar auf gutem Weg – aber mit der Entscheidung für ein bürgerfreundliches, preisgünstiges Tarifsystem, das den Verzicht aufs Auto leicht macht, sollten wir nicht länger warten.

Wir drängen auf eine rasche Entscheidung. Das gilt auch 2. für die Dachbegrünung als verbindliche Maßnahme. Viele Städte haben damit nur gute Erfahrungen gemacht. Das muss schnell entschieden werden.

Und 3. geht's ums Kaufverhalten: Muss mein Bier aus 700 km Entfernung kommen? Es geht nicht um Verbote – aber um einen Denkanstoß, um überflüssigen Verkehr zu vermeiden. Auch dafür ist eine Stadt verantwortlich im Rahmen des EEA. Denn erfolgreich wird er, wenn ihn Bürger mittragen.

Wenn er erfolgreich ist, wird er auch ein Gewinn – für uns alle.