SPD-Kommunalwahlkandidaten im Stadtteilhaus

Veröffentlicht am 10.04.2014 in Kommunalpolitik
 

Zuschussfrage überschattet Arbeit 

BIBERACH (zel) – Die Arbeit des Mehrgenerationenhauses (MGH) „Stadtteilhaus Gaisental“ steht größtenteils auf der Kippe. Das haben jetzt die Kreistags- und Gemeinderatskandidaten der Biberacher SPD bei einem Informationsbesuch dort erfahren. „Uns fehlen 70.000 Euro, um weiterarbeiten zu können wie bisher“, erläuterte Hausleiterin Sigrid Ritter den Besuchern. 

Seit Wochen seien deshalb jetzt Stadtteilhausmitarbeiter und die Vorstandsmitglieder des Trägervereins dabei, einen Zuschussantrag für den Europäischen Sozialfonds (ESF) zu schreiben. „Diesen Bürokratieaufwand können Sie sich nicht vorstellen“, so Ritter, „Im Landratsamt hat man uns gewarnt, aber wir probieren's trotzdem.“
Die bisherigen Bundeszuschüsse von jährlich 40.000 Euro laufen Ende des Jahres aus und SPD- Gemeinderatsfraktionschefin Gabriele Kübler möchte von der Stadtverwaltung rechtzeitig dieses Jahr ein Konzept zur Weiterführung des MGH vorgelegt bekommen: „Uns freut es, dass die CDU jetzt unserem Vorschlag folgt, weil auch sie verstanden hat, dass der Verein des Stadtteilhauses im Gaisental eine vorzügliche Gemeinwesenarbeit leistet.” Biberach lebe und profitiere von der Vielfalt seiner engagierten Bürger.
Die Vertreter des Stadtteilhausvereins und die Mitarbeiter nahmen‘s erfreut zur Kenntnis, zumal auch SPD-Stadtrat Lutz Keil, selber wohnhaft im Gaisental, die Notwendigkeit weiteren Engagements betonte: „Dieser Stadtteil allein hat 6000 Einwohner, mehr als alle Biberacher Teilorte zusammen, aber kaum Infrastruktur, deshalb ist dieses Haus so wichtig.”
Gut fanden die Besucher auch die Tatsache, dass sich die Stadtteilhausleute an die beiden Biberacher Bundestagsabgeordneten Martin Gerster und Josef Rief gewandt haben: „Uns wurde Unterstützung in den laufenden Beratungen zum Bundeshaushalt 2015 signalisiert”, gab sich Leiterin Ritter hoffnungsvoll, bevor sie zum Abschluss einigen Interessierten bei einer kurzen Führung noch das Konzept des Mehrgenerationenhauses veranschaulichte.