Werbung für Wahlbeteiligung ?Biberachs Oberbürgermeister a.D. Thomas Fettback fordert „Ende der Ausreden“

Veröffentlicht am 14.09.2013 in Allgemein
 

Biberachs Ex-OB Thomas Fettback hat schon Briefwahl gemacht

BIBERACH - Biberachs Alt-OB und SPD-Kreisrat Thomas Fettback akzeptiert Ausreden von „versehentlichen“ Nichtwählern nicht: „Seit der Wahlrechtsreform 2008 ist der Wahlakt für den Bürger so unkompliziert wie nie. Menschen in anderen Staaten wären froh, würde nicht über ihre Köpfe hinweg entschieden, sondern dürften sie selbst über ihr Leben bestimmen“, betont Fettback. „Wenn der Stimmzettel gesprochen hat, so hat die höchste Instanz gesprochen“, wusste daher schon der französische Literat Victor Hugo. „Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit,“ stimmt das ehemalige Stadtoberhaupt Biberachs mit der amtierenden Bundeskanzlerin überein. Auch der Spruch „der Regen ist der Feind der Demokratie“ von Ingrid Betancourt treffe nun nicht mehr zu, erklärt Biberachs Exstadtherr augenzwinkernd.

21 Parteien stehen in Baden-Württemberg auf dem Stimmzettel zur Wahl. Das Angebot sei vielseitig genug, meint auch Biberachs SPD-Bundestagsabgeordneter Martin Gerster: „Diejenigen, die zu klug sind, um sich politisch einzumischen“, zitiert er den ehemaligen Finanzminister Peer Steinbrück, „werden von Leuten regiert, die dümmer sind als sie.“
Biberachs Oberbürgermeister a. D. Thomas Fettback hat seine Stimme bereits per Briefwahl abgegeben – für wen, verrät der Sozialdemokrat augenzwinkernd nicht. Am 22. September um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Bis dahin darf jeder Wahlberechtigte seine Stimme abgeben. Seit der Änderung des Wahlgesetzes aus dem Jahr 2008 erhält jeder Wahlberechtigte auf Antrag denWahlschein – ohne Angabe eines Hinderungsgrundes. Wer also noch nicht sicher ist, ob er am 22. September den Gang zum Wahllokal antreten kann – sei es aufgrund eines Auslandaufenthaltes, Urlaubsplänen oder Krankheit –, ist klug beraten, jetzt Briefwahl zu beantragen. Die Unterlagen sollte man so rechtzeitig beantragen oder persönlich im Biberacher Rathaus abholen, dass sie spätestens am 22. September um 18 Uhr – dann schließen die Wahllokale – wieder im Rathausbriefkasten sein können.